Zur Burger Stadtgeschichte

Altes Stadtsiegel vom Ende des 13. Jahrhunderts

Burg ist eine über 1060 Jahre alte Stadt und wurde schon 948 in einer Stiftungsurkunde als Marktsiedlung an der alten Handelsstraße zwischen Magdeburg und Brandenburg erwähnt. Begünstigt wurde die Ansiedlung, weil der Höhenrand des nordwestlichen Flämings über der wasserführenden Ihle- und Elbniederung mit seinem teilweise fruchtbaren und wildreichen Gelände eine günstige Lage bot. Durch die Ansiedlung von flämischen Siedlern, unter dem Markgrafen Albrecht dem Bären und dem magdeburgischen Erzbischof Wichmann von Seeburg, erlebte Burg im 12. Jh. einen frühen wirtschaftlichen Aufschwung. Da die Kolonisten Kenntnisse über das Tuchmacherhandwerk, des Bierbrauens und der Wasserregulierung mit in die Stadt brachten.

Außerdem herhielt die Stadt eine Befestigung im frühen 13. Jh. mit neuen Wehrmauern und Türmen. So wurde Burg zu einer wirtschaftlich bedeutendsten und wehrhaftesten Städten der Region im 13 Jh.. Aber auch Ereignisse wie Kriege, Seuchen, Plünderungen und Brände bestimmten die Entwicklung der Stadt, wie ein verheerender Brand der um 1359 ca. dreiviertel der Fachwerkhäuser in vernichtete. Diese Ereignisse konnten aber die Weiterentwicklung eines städtischen Gemeinwesens nicht aufhalten und so kam es das Burg im 15. Jh. die drittgrößte Stadt nach Magdeburg und Halle im Erzstift Magdeburg war.

1626 unterbrach der 30-jährige Krieg jedoch die gute Entwicklung, denn dieser brachte viel Leid und Zerstörung über die Stadt und dessen Bevölkerung.

Zahlreiche Einquartierungen und Durchzüge, die wiederholt zu Feuersbrünsten führten, ein Artilleriebeschuss und eine Generalplünderung, brachten die Stadt um 1644 am Rand ihres Verderbens, vor dem auch der Schutzbrief von Generals Pappenheim nicht bewahrte.

Nach dem Ende des 30-jährigen Krieges mit dem Prager Frieden 1635 wurde die Stadt Kursachsen zugesprochen, aber 1687 von Herzog Johann Adolf an Brandenburg-Preußen verkauft

Der Burger Bürgermeister Johann Mühlpfort sorgte für eine entscheidende Veränderung da auf sein Drängen die Stadt dem Kurfürstentum Brandenburg zugeteilt wurde. Die Stadt erlebte darauf hin wieder einen kräftigen Aufschwung und durch die Einwanderung von waldenburgischen, französischen und pfälzischen Kolonisten die durch Brandenburg-Preußische Regierung gefördert wurde. Besonders die Hugenotten brachten beispielsweise neue, innovative Handwerksformen mit in die Stadt. Die Bierbraukunst und das Tuchmacherhandwerk entwickelten sich zu einem wichtigen Handelszweig und die Stadt entwickelte sich zu eine der führenden preußischen Handwerks- und Gewerbestädten im 18. Jh.

Am 25. Mai 2009 erhielt dies Stadt den Titel „Ort der Vielfalt“.

Auch einige bedeutende Menschen weilten in der Stadt wie z.B. Theodor Fontane, der Militärtheoretiker Carl von Clausewitz, dessen Lehren vom Krieg in fast allen Militärhochschulen weltweit gelehrt werden, dieser wurde in unserer Stadt geboren. Die auch international beachtete Grabstätte Carl von Clausewitz’ ist auf dem Burger Ostfriedhof zu finden. Eine Erinnerungsstätte befindet sich in seinem Elternhaus in der Schulstraße 12. Auch die Schriftstellerin Brigitte Reimann wurde 1933 und auch der bekannte Organist und Komponist Joachim a Burck ist 1546 in Burg geboren. Die Kreismusikschule des Landkreises und eine Straße tragen seinen Namen. Zahlreiche Kirchen, Mauerreste und Tortürme sind Zeuge der großen Vergangenheit dieser Stadt.

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