Industriegeschichte

Mit dem Ausbau des Verkehrswesens wurde 1820 eine Landstraße von Burg nach Magdeburg gebaut und mit beginn der Industrialisierung ging es mit der wirtschaftlichen Endwicklung der Stadt stetig weiter voran.

  • 1836 – Die ersten Dampfmaschinen arbeiten in der Maschinenfabrik „Samuel Aston“
  • 1840 – Die Tuchmacher war mit ca. 2.000 Beschäftigte in 72 Betrieben die größte Handwerksgilde in Burg.
  • 1846 – Einweihung des Burger Bahnhofs und der Bahnlinie Magdeburg – Berlin
  • 1871 – Bau des Ihle-Kanals
  • 1883 – Gründung der Schuhfabrik „Conrad Tack und Cie.“, um eine serienmäßige Schuh- und Stiefelproduktion umzusetzen. Das Unternehmen Conrad Tack & Cie war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs die größte Schuhfabrikation Europas.
  • 1899 – Der Burger Schlachthof wurde gebaut
  • 1931 In Burg steht die erste deutsche Knäckebrotfabrik, die vom Ernährungsforscher Dr. Wilhelm Kraft gegründet

Während des 2. Weltkrieges erlitt die Stadt nur relativ wenig Schaden und am Ende des Krieges durch einen illegalen Bauern- und Soldatenrat per Kapitulation vor weiteren Zerstörungen bewahrt.

1953 errichte man östlich von Burg die Rundfunk und Sendanlage Brehm, die sich in den Folgezeiten zu einer der größten in Deutschland Sendeanlagen von Deutschland ausgebaut wurde.

Durch den Zusammenbruch eines Großteils der lokalen Wirtschaft im Zuge der Deutsch-Deutschen-Vereinigung 1989 begann für Burg ein grundlegender struktureller Wandel. Über 80 % der industriellen Arbeitsplätze der Stadt gingen verloren. Die Arbeitslosenquote stieg auf über 20 %. Traditionelle Industrie- und Gewerbestandorte fielen in weiten Teilen brach.

Die Wirtschaft der Kreisstadt hat sich mittlerweile durch die günstige Lage an der A2 erholt und führte zur Ansiedlung neuer Unternehmen. Darüber hinaus haben viele der ortsansässigen Unternehmen ihre Standorte ausgebaut und neue Arbeitsplätze geschaffen.

Heute verfügt Burg über mehr Industrie- und Gewerbeflächen als 1989 und ist damit der größte Gewerbestandort im Landkreis, dessen zentrale Bedeutung im Jerichower Land durch den im Jahr 1991 neu gegründeten Industrie- und Gewerbepark noch weiter gestärkt wurde. Zu den bedeutendsten in Burg vertretenen Branchen zählen die Edelstahlverarbeitung, die Papierproduktion, die Möbelherstellung und die Lebensmittelindustrie.



Schuhfabrik Conrad Tack

Die Gründung erfolgte 1883 durch den Krefelder Kaufmann Conrad Tack in einer gemieteten Scheune in der Oberstraße 1009 (heute 87a). Mit 20 Schuhmachern und 5 Maschinen produzierte er ca. 50 Paar Stiefel pro Tag. Schon 1885 verlegte er seine Firma wegen Geschäftserweiterung in die Magdeburger… weiter lesen