Gütters Gastronomie (Ihleschlässchen und Sennhütte)

Zwei Gaststätten im Ortsteil Gütter waren den Burgern gut bekannt und vertraut und Endpunkt eines ausgiebigen Spazierganges, das „Ihleschlösschen“ und die „Sennhütte“.

Ein schattiger Garten mit Spielgeräten der bis zur Ihle reichte war das Markenzeichen des Ihleschlösschens

Das „Ihleschlösschen“ lag Mitten im Ort. Gastwirt W. Reppin lockte im August 1926 zum Beispiel die Ihlestädter mit einem „Radio-Konzert“ in sein Lokal. Der Radsport-Verein Burg hatte in den Zwanzigern es als Feierort für die Maskenbälle auserkoren. Beeindruckend ein erhaltenes Foto, vermutlich aus den 30er Jahren, auf dem ein ausgedehnter und großzügig angelegter Biergarten abgebildet wird. Das Ihleschlösschen ist seit Jahren zu und steht als Immobilie leer.

Kindergruppe vor der Sennhütte

Humor bewies in den 20er Jahren der Wirt der Sennhütte. Der Lokalname sollte den nahen und im Volksmund genannten Gütterschen Alpen entsprechen, also dem recht bergigen Umfeld des Ortsteils. Es wurde sogar die Bestuhlung und die Tische im Hochgebirgsflair gezimmert. Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gab es noch die Ausflugsgaststätte „Sennhütte“, die sich an der Peripherie von Gütter befand, am Ausgangspunkt des Weges nach Reesen. Auch sie ist längst Wohnhaus.

Volksstimme 14. Mai 1948

Gastraum der Sennenhütte um 1940

Brehm
Herrenkrug
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