Burg bei Magdeburg und Umgebung
Schartau
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Schartau

Geschichte

Als Kaiser Otto I. im Jahre 946 den damals als Sirtav bezeichneten Ort dem Magdeburger Moritzkloster übereignete, wurde Schartau erstmals urkundlich erwähnt. Der Ursprung des Ortes, der zu den ältesten des Jerichower Landes zählt, ist slawisch. Anfang des 10. Jahrhunderts wurde Schartau unter Heinrich I. zur Sicherung der ostfränkischen Grenze zu einer Burgwardei ausgebaut. Die Pfarrstelle Schartau ist seit 1156 nachgewiesen. Bereits 1159 wurde das Schartauer Landrecht erwähnt, das auch auf andere Landgemeinden übertragen wurde. 1458 kam Schartau zusammen mit dem Nachbarort Niegripp in den Besitz der Adelsfamilie von Treskow. Die administrative Unterstellung verlief ab 1680 unter brandenburg-preußischer Herrschaft.

Bis 1785 befand sich Schartau im so genannten Jerichower Gesamtkreis, der danach in zwei Distrikte aufgeteilt wurde. Schartau kam in den Distrikt I mit der Stadt Burg als Verwaltungszentrum. Um 1730 schuf König Friedrich Wilhelm I. in Niegripp ein königliches Domänenamt, das auch Schartau mit einschloss. Ein Großfeuer zerstörte 1759 große Teile des Ortes. Mit der preußischen Gebietsreform von 1815 wurde Schartau dem Kreis Jerichow I zugeordnet. Da die im 19. Jahrhundert neu errichteten Verkehrswege weit am Ort vorbeiführten, erreichte auch die damit verbundene Industrialisierungswelle Schartau nicht, der Ort blieb weiter landwirtschaftlich geprägt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es jedoch einen Anstieg der Einwohnerzahlen. Wohnten 1910 683 Menschen im Ort, so waren es 1939 772. Mit der DDR-Gebietsreform wurde Schartau 1952 in den Kreis Burg eingegliedert. 1964 hatte der Ort 710 Einwohner. Am 1. Dezember 2002 erfolgte die Eingemeindung nach Burg.