Burg bei Magdeburg und Umgebung
Detershagen
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Detershagen

Geschichte

Als Tetershagen wurde der Ort erstmals 1296 urkundlich erwähnt, als die Grafen von Schwerin den Adligen Johann von Plotho unter anderem mit „Tetershagen“ belehnten. In der Folgezeit wechselte die Ortsbezeichnung über Dytershagen (1301), Dettershagen (1562) zur heutigen Schreibweise, die seit 1620 üblich ist. Die Endung „-hagen“ belegt, dass es sich um eine deutsche Ortsgründung handelt, die im Jerichower Land im 12. Jahrhundert begann. In unbestätigten Quellen ist die Rede davon, dass ein Siedler namens „Deter“ den Ort gründete und seine Hütte an der höchst gelegenen Stelle nebst Gehege als Schutz vor wilden Tieren errichtete. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Detershagen von Zerstörungen, die vor allem die Kirche trafen, heimgesucht.

Nachdem Brandenburg sein Herrschaftsgebiet 1680 endgültig im östlichen Mittelelberaum gefestigt hatte, befand sich Detershagen im so genannten Jerichower Gesamtkreis. Dieser wurde 1785 in zwei Distrikte aufgeteilt, und Detershagen kam in den Distrikt II mit der Stadt Burg als Verwaltungszentrum. Nach der preußischen Verwaltungsreform von 1815 wurde daraus der Kreis Jerichow I. Weder der Bau der Chaussee Magdeburg – Plaue 1821 noch die Errichtung der Bahnstrecke Magdeburg – Berlin 1846, die beide Detershagen mehr oder weniger nah berührten, hatten nennenswerte Auswirkungen auf den Ort. Land- und Forstwirtschaft blieben, wie schon im Mittelalter, die Struktur bestimmenden Faktoren. Immerhin hatte die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts steigende Tendenz: Lebten 1910 noch 315 Menschen in Detershagen, so waren es 1939 schon 323 und 1964 sogar 356. Von 1952 bis 1990 gehörte Detershagen zum Kreis Burg, danach zum Landkreis Jerichower Land. Am 1. Dezember 2002 wurde der Ort in die Stadt Burg eingemeindet