Von 1900 – 1918

Altmärkisches Feldartillerie Regiment Nr.40 1899 bis 1919

Infolge der Neuorganisation und Vermehrung der Feldartillerie wurde das Feldartillerie Regiment Nr. 40 in Burg aufgestellt. Der Befehl zur Aufstellung erging am

25. März 1899 und die Aufstellung erfolgte am 1. Oktober 1899. Die bisherige II. Abteilung des FR-4 wurde die I. Abteilung/FAR 40. Aus Lisau kamen die 9. und 10. Batterie des FAR-20 nach Burg. Diese zwei Batterien bildeten die 4. und 5. Batterie der II. Abteilung. Am 01. Oktober 1890 wurde die 6. Batterie in Dienst gestellt. Das Regiment war komplett aufgestellt.

Die Führung des FAR-40 bei seiner Bildung

  • Regimentskommandeur: Major Berg
  • Regimentsadjutant: Oberleutnant Erkenzweig
  • Regimentsschreiber: Sergeant Görsch
  • Stabstrompeter: Bürgmann
  • I. Abteilung Kommandeur: Major Berndt
  • Adjutant: Leutnant Müller
  • II. Abteilung Kommandeur: Major Oelmer
  • Adjutant: Leutnant Mehns

Uniformen

Die Uniform war die gleiche, wie beim AR-40, auf der Achselkappe war die Regimentsnummer 40 verzeichnet.
Bewaffnung

Geschütz C/96 Kaliber 7,5 cm bis 1906 blauer Anstrich danach feldgrau.

Munition
Granaten, Brandgranaten mit Kartätschen, Schrapnells



II. Bataillon Reserve Infanterie Regiment
Nr. 26 1914 bis 1919

Mit der Mobilmachung 1914 errichtet das Bezirkskommando Burg wieder ein II. Bataillon Nr.26. Dieses gehörte zum Reserve Infanterie Regiment Nr.26. Die Reserveregimenter waren 1888 an die Stelle der Landeswehrregimenter getreten. Das Burger Bataillon bildete mit dem I. (Stendaler) und dem III. (Magdeburger) das Reserve Infanterieregiment Nr.26

Die Führung des FAR-40 bei seiner Bildung

  • Regimentskommandeur:
  • Kommandeur II. Bataillon: Major Haeusler

Heimkehrende Truppen in der Brüderstraße

Uniformen

Feldgraue Uniform, wie in einem aktiven Regiment

Bewaffnung

November 1914 Maschinengewehre; das Reserve Infanterie Regiment hatte zwölf Kompanien, spätere Verstärkung bis auf 3 Maschinengewehr – Kompanien. Die Kampfkraft entsprach dem eines aktiven Regimentes.

Besonderheiten

Das Bataillon behielt mit der Übernahme zum Reserve Infanterie Regiment 26 seine Truppenfahne und nahm sie auch mit ins Feld.

Teilnahme an Gefechtshandlungen

Im Verband der 12. Reserve Infanterie Brigade nahm das Regiment an der Einschließung und Eroberung von Antwerpen teil. Am 26.08.1914 im Gefecht der Kommandeur des II Btl. Major Haeusler in Belgien und Kämpfe bei Ypern.

  • Dezember 1914 Verlegung an die Ostfont
  • 1915 – 1916 Kämpfe in Polen und Kurland
  • 11. November 1915 Übertrit zur 109 Infantriedivision
  • 1916 – 1918 Kämpfe in Rumänien
  • 20. März 1918 Verlegung nach dem Westen; Kämpfe in der Frühjahrsoffensive und den Abwehrkämpfen bis zum „Ausbluten“.
  • 26. August 1918 Auflösung des Regimentes mit einer restlichen Gewhrstärke von 2 Offizieren, sowie 160 Soldaten und Unteroffizieren.

Zitat:

„Nach erheblichen Verlusten wurde der Rest des Regimentes
auf die Regimenter 27, 36 und 66 aufgeteilt.“


II. Bataillon Reserve Infanterie Regiment Nr. 26
1914 bis 1919

Der Zweifrontenkrieg zwang Deutschland bereits 1914dazu, sofort seine gesamten Kräfte einzusetzen. Während der Mobilmachung erfolgte bereits der Aufruf des Landsturms am 15.08.1914 Sofort wurde in Burg das Landsturm – Bataillon aufgestellt. Seit den Freiheitskriegen war die Aufstellung des Landsturm – Bataillons das erste Mal. Das Bataillon erhielt die Nr. IV/7 als 7. Bataillon im Korpsbezirk.

Die Führung des des Bataillons

  • Bataillonskommandeur: Hauptmann Dr. Menne
  • Adjudant: Leutnant Zasdtrow

1. bis 4. Landsturmkompanie
Uniform

Blauer Tuchrock oder feldgraue Litewka, schwarze Tuchhose, schwarzer Mantel, (gerollt) Tschako mit Landsturmkreuz.
Ausrüstung

Leibriemen mit Patronentaschen, keine Tornister, weiser Brotbeutel, Gewehr 88 mit Seitengewehr, 60 Schuss Munition pro Mann, Sanitätsmittel und Fahrzeuge waren nicht vorhanden.

Die einrückenden Mannschaften waren gediente Leute im Alter zwischen 39 bis 45 Jahre aus dem Jerichower Land und Magdeburg. Die Unterbringung erfolgte in den Sälen von Burg. Das Bataillon erhielt nur alte Bestände, da der Landsturm eigentlich nur in der Heimat eingesetzt werden sollte. Die Einkleidung machte große Probleme. Es gab keine passenden Uniformen. Mitten in der Mobilmachung kam der Befehl zur Verlegung.

Denkmal zu Ehren der Burger Gefallenen des 1 Weltkrieges. Beim Bau der Schwimmhalle entfernt.


Der Erste Weltkrieg
28. Juni 1914 bis 11. November 1918

Uniform:

Blauer Tuchrock oder feldgraue Litewka, schwarze Tuchhose, schwarzer Mantel, (gerollt) Tschako mit Landsturmkreuz.
Ort: Hauptkriegsschauplatz Europa, Asien, und Afrika
Ausgang: Vernichtende Niederlage Deutschlands
Territoriale Änderung:

Deutschland musste alle Gebiete westlich des Rheines einschließlich Elsass-Lothringen abgeben. Verlust aller Kolonien. Als neue Staaten entstanden Polen, Jugoslawien Österreich, Ungarn, Tschechoslowakei (Auflösung der Habsburger Monarchie).

Folgen: Die Spannungen zwischen den europäischen Staaten blieben bestehen.

Friedensschluss: Versailler – Vertrag

Der erste Weltkrieg forderte mehr als 10 Millionen Tote, die Kosten wurden auf 130 Millionen Mark geschätzt. Dieser wurde zwischen den Mittelmächten ausgetragen diese waren:

Deutschland als Führungsstaat, Österreich-Ungarn, Italien, Türkei und Bulgarien, auf der anderen Seite stand die Entente: Großbritannien, Frankreich, Russland und Italien nach dem Bruch mit den Mittelmächten. Im Verlauf wuchs die Entente auf 27 Staaten an. Die ungleiche Entwickelung der europäischen Staaten und die um 1900 beendete „Neuaufteilung der Welt“ führten zu Widersprüchen. Alle kriegführenden Staaten hatten das Ziel, nach neuen Kolonien, Rohstoffquellen und Absatzmärkte zu streben. Deutschland wollte die Vorherrschaft über Europa erringen. Äußerer Anlass war die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers, Erzherzog Franz Ferdinand am 26.08.1914. Für Deutschland endete der Krieg in einer Katastrophe. Die Ententestaaten schlossen mit Deutschland im Versailler-Vertrag Frieden. Dieser Vertrag war ein Diktat der Siegermächte.

Von 1871 - 1899
Von 1919 - 1945
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