ab 1990

Nachschub-/Transportregiment 41 1991 bis 1997

Das Nachschub-/Transportregiment 41 (Nsch-/TrspRgt 41) wurde am 31.05.1991 in Dienst gestellt. Das Regiment war ein Verband, der nach der Heeresstruktur 5 gegliedert war, die für das „Heer der Einheit“ entwickelt wurde. Nach Abschluss der Aufstellung hatte das Regiment einen Personalumfang von ca. 2000 Soldaten und zivilen Mitarbeitern.

Das Nsch-/TrspRgt 41 wurde in der Clausewitz-Kaserne stationiert. Ihm waren unterstellt:

  • Stab und Stabskompanie,
  • Transportbataillon 410,
  • Transportbataillon 420,
  • Nachschubbataillon 411,
  • Kraftfahrausbildungszentrum Burg 1 und Burg 2.

Der Verband unterstand der Logistikbrigade 4 (Stationierungsort Strausberg). Er organisierte und lenkte den Nachschub und transportierte Versorgungsgüter aller Art im Bereich des IV. Korps. Das Nsch/TrspRgt 41 sicherte die Kraftstoffversorgung der Truppenteile und Einheiten im Versorgungsbereich und betrieb hierzu einen Kraftstoffumschlagplatz.

Zum Standortbereich gehörten die Übungsplätze Körbelitz und Krähenberge, deren Pflege wurde durch die Geländebetreuung der Standortverwaltung Burg gewährleistet.


Logistikregiment 41 1997 bis 2002

Das Logistikregiment 41 (Logistikregiment 41) wurde am 13. März 1997 in der Clausewitz-Kaserne in Burg in Dienst gestellt und unterstand ebenfalls der Logistikbrigade 4 in Strausberg. Es war ein Verband, der nach der Heeresstruktur „Neues Heer für neue Aufgaben“ gegliedert wurde. Das Logistikregiment 41 verband erstmals zwei Truppengattungen – Nachschub- und Instandsetzungstruppe auf dieser Führungsebene in gemeinsamer Auftragserfüllung. Das Regiment hatte einen Personalumfang von ca. 3700 Soldaten und zivilen Mitarbeitern und war ausgestattet mit ca. 1200 Fahrzeugen verschiedenster Art.

Stationierungsorte waren Burg, Beelitz, Damsdorf, Möckern, Hennickendorf und Potsdam. Dem Regiment waren unterstellt:

  • Stab und Stabskompanie Logistikregiment 41 Burg
  • Transportbataillon 410 Burg/Möckern/Damsdorf
  • Nachschubbataillon 411 Burg
  • Instandsetzungsbataillon 410 mit den Standorten Beelitz Potsdam, Hennickendorf
  • Kraftfahrausbildungszentrum Burg 1 und Burg 2
  • Transportbataillon 422 (GerEinh) Strausberg

Logistikregiment 17 „Sachsen-Anhalt“ von 2002 bis ….

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde das bisher in Burg stationierte Logistikregiment 41 am 01.10.2002 in Logistikregiment 17 umbenannt und dem Wehrbereichs-kommando I Küste (WBK I) in Kiel unterstellt. Gleichzeitig erfolgte der Wechsel aus dem Organisationsbereich Heer hin zum neugeschaffenen Organisationsbereich Streitkräftebasis, der alle querschnittlichen Aufgaben wie Logistik und Führungsunterstützung der drei Teilstreitkräfte wahrnahm. Dazu wurde das Regiment umfassend bis hinunter auf die Kompanieebene um gegliedert und erhielt ein gänzlich neues Gesicht. Äußerlich sichtbar wurde dieser Organisationswechsel dadurch, dass im Regiment neben den Soldaten des Heeres auch Angehörige der Luftwaffe und Marine ihren Dienst versehen. Es verfügte über eine Personalstärke von 5.600 Soldaten und zivile Mitarbeiter.

Ihm waren unterstellt:

  • Stab und Stabskompanie Logistikregiment 17 Burg
  • Logistikbataillon 171 Burg/Beelitz
  • Logistikbataillon 172 Beelitz/Klietz
  • SpezPiBtl 174 Dessau
  • VersAusbZ 173 Burg mit zwei Fahrschulausbildungszentren und zweiundzwanzig Depots des Heeres, der Luftwaffe und der Marine an verschiedenen Standorten in den neuen Bundesländern und Schleswig-Holstein sowie ein Systeminstandsetzungszentrum in Doberlug-Kirchhain

Die Soldaten des Regimentes sind in den einzelnen Standorten voll integriert. Dieses gute Verhältnis wird unter anderem deutlich an offiziellen Patenschaften einzelner Kompanien mit den Städten/Gemeinden Möckern, Grabow, Beelitz und Pietzpuhl. In der Vergangenheit musste sich das Regiment in vielfältiger Hinsicht immer wieder bewähren. So haben seit 1996 über 4000 Soldaten des Regimentes an vielfältigen Auslandsein-sätzen im Kosovo, Mazedonien, Bosnien/ Herzegowina und Afghanistan teilgenommen (KFOR, SFOR, ISAF)

Auf der anderen Seite hat das Regiment umfassend bei Naturkatastrophen unterstützt. So waren große Teile 1994 beim Harzhochwasser und 1997 beim Oder-Hochwasser im Einsatz und auch die Hochwasserkatastrophe im August 2002 (Elbe-Hochwasser) stellte eine besondere Herausforderung dar. Dabei war das Regiment vom 15. – 23. August in den Landkreisen Schönebeck, Jerichower Land, Ohre-Kreis und in der Landeshauptstadt Magdeburg eingesetzt. An insgesamt 23 Einsatzstellen/-orten waren im Schichtbetrieb täglich 850 Soldaten des Regiments aus den Standorten Burg, Möckern, Klietz, Potsdam und Beelitz im 24-Stunden-Einsatz tätig.

Am 06. November 2003 wurde dem Logistikregiment 17 während des feierlichen Aufstellungsappells im Flickschupark Burg unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit, im Beisein des Befehlshabers Streitkräfteunter-stützungskommando, Generalleutnant von Krause, und des Befehlshabers Wehrbereichskommando I Küste, Konteradmiral Kahre, als Dank und Anerkennung für gezeigte Leistungen der Beiname „Sachsen-Anhalt“ durch den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, verliehen.

Seit 1998 erhält das Logistikregiment regelmäßig Besuch von Delegationen der Japanischen Clausewitz-Gesellschaft und der Japanischen Verteidigungsakademie unter Leitung von Prof. Oberst a. D. Yasuyuki Kawamura. Militärdelegationen aus Russland, der Ukraine, Schweden, Polen, Lettland und Israel konnten ebenfalls in der Clausewitz-Kaserne begrüßt werden. Im Zuge der Umstrukturierung wurden das SpezPiBtl 174 (am 31.03.2007) die Versorgungs-Ausbildungszentren 163 und 173 (am 23.04.2007) aufgelöst und die Depots direkt dem Logistikregiment 17 unterstellt.

Von 1946 - 1990
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