Zur Brückenklause

Die „Brückenklause“ war eine typische Burger Arbeiterkneipe und stand im Schatten des Wasserturms. Im Adressbuch von 1888 wird Albert Gericke als Bierverkäufer geführt. Zwischenzeitlich hat er sein Anwesen in eine kleine Schankwirtschaft umgewandelt.

1891 starb Albert Gericke. Seine Frau führte das Lokal bis Ende 1895 weiter. Am 1. Januar des Folgejahres hieß der neue Wirt E. Holzendorf. Die Kneipe, die jetzt den Namen „Zum Gambrinus“ trägt, übernimmt 1905 Wilhelm Schulze als Vertreter der Dampfbrauerei Gebhardt Co.

In einer im „Burger Tageblatt“ veröffentlichten Anzeige, bittet er um geneigten Zuspruch. Er will die ihm Beehrenden durch gute und reelle Bedienung zufrieden stellen. Nach dem 1. Weltkrieg führte Paul Zinnecke das Lokal unter dem Namen „Löwenschenke“ weiter.

1933 schenkte Paul Zander und Frau „Schultheiß-Patzenhofer“ Bier aus. Ein Werbeslogen war:“ Halt stopp: Für 1 Mark sieben große Topp Bockbier. Auch wurde in dieser kleinen Kneipe Mittagstisch angeboten. Eine Portion Gulasch oder Schmorbraten zu 40 Pfg.

Auch ist eine Anzeige vom 24. Dezember 1941 erhalten, mit der „Der dicke Otto u. seine Frau“ zum Frühschoppen am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag einluden.

Zu DDR-Zeiten wurde hier noch eifrig Bier gezapft. Am 1. Mai 1951 empfing die Wirtin Frieda Gutknecht ihre Gäste in frisch renovierten Räumen. Ende der siebziger Jahre wurde die Gaststätte abgerissen.

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