Spatzenfalle

1886 eröffnete Carl Tätschel neben seinem Materialwarengeschäft eine Bierstube. In den ersten Jahren wurde sie unter dem Namen „Zur Erhohlung“ geführt.

Mit dem Bau des städtischen Schlachthofes im Jahre 1898 wurde die Schankwirtschaft in „Zum Schlachthof“ umbenannt. 1904 entstand schräg gegenüber der Blumenthaler Straße 22 der Gasthof „Zur Schlachthofbörse“. Gut, dass sich bald der volkstümliche Name „Spatzenfalle“ einbürgerte. So konnten die beiden gastronomischen Einrichtungen nicht verwechselt werden.

Wolfgang Hoffmann, der mit seiner Tochter Yvonne die Gaststätte bis zur Schließung im Herbst 1998 betrieb, erzählte über die Entstehung des Namens folgende Episode.
Gegenüber befand sich der bereits erwähnte Viehhof von Wilhelm Gerich mit seinen Ställen und Remisen. Das Vieh, das zum Verkauf stand, musste versorgt werden. So mancher Futtertransport verlor ein Teil seiner Ladung auf den kopfsteinernen Pflaster. Dicht bevölkert soll damals das Dach der Gaststätte von Spatzen gewesen sein, die sich so gleich auf das Futter stürzten.

Schmales Handtuch
Steinhaushalle
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