Kühns Bier- und Frühstücksstube

Nicht sehr überraschend wäre, wenn die ältere Burger Generation die Kneipe „Kühns Bier- und Frühstücksstube“ mit dem Namen kaum kennt. Bei der Nennung „Scheißklappe“ aber könnte es ein Aufhorchen geben. Unter den wenig schmeichelhaften Namen war die Biergaststätte in der Zerbster Straße 22 weitaus bekannter. Wann sie genau eröffnet wurde, bleibt im Dunkeln und auch, wann sie für immer geschlossen hatte. Jedenfalls war aus den Unterlagen des Kreis- und Stadtarchivs nichts zu erfahren. In den dreißiger und vierziger Jahren soll Kühns Bierstube aber schon offen gewesen sein. Nach 1945 war sie gleichfalls mit Bestimmtheit geöffnet. In den Nachkriegsjahren hieß der Wirt Willi Bohm. Das Gebäude der Nummer 22 wurde in den 90er Jahren abgerissen.

Woher kam der anrüchige Name? Hinterm Tresen soll sich eine Klappe zum Getränkekeller befunden haben. Stieg der Wirt hinab, um ein Fass anzustecken oder Schnapsflaschen hochzuholen, machte sich die Klappe oftmals selbstständig und fiel ihm unsanft auf den Kopf. Seine dann einzuplanende Reaktion: „Scheiß Klappe!“. Sein verständlicher Fluch machte in Burg die Runde und gab der Kneipe schließlich ihren volkstümlichen Spitznamen.

Gastwirtschaft Heinrich Bork
Paragraph 11
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