Zur Sonne

Konkurrenz belebt das Geschäft. Schon die Unternehmer vor über 100 Jahren richteten sich nach dem ehernen marktwirtschaftlichen Leitspruch. Denn nicht weit vom Gasthof „Zum Fürst Bismarck“ hatte sich im April1896 das Gasthaus „Zur Sonne“ eingerichtet, das Haus, das sich heute hinter der kleinen Grünanlage an der Einmündung zur Bürgermark befindet.

Inhaber Carl Enger betonte zum Eröffnungstermin, dass sein Gast- und Logierstätte in der Zerbster Chaussee 1 nur eine Minute vom Kleinbahnhof entfernt ist. Um dem Bismarck-Mitbewerber noch einen Stich zu versetzen, ließ Enger wissen, dass er „für die Ausspannung über eine große gesunde Stallung für 30 Pferde“ verfüge. Und das es eine bequeme Ein- und Ausfahrt für Vierbeiner, Kutsche und Leiterwagen gibt. Der spätere Inhaber R. Borghardt versuchte Gäste mitgroßen Prämien-Billardspielen in seine Räumlichkeit zu bewegen. Das ist aus einer Anzeige im Burger Tageblatt kurz vor dem Jahresende 1907 zu entnehmen. 23 Gewinne wurden ausgesetzt, wobei ein Fahrrad im Wert von 100 Mark den ersten Preis versprach. Es folgten als zweiter Preis eine so genannte Schwingeruhr für 50 Mark und als dritter eine silberne Herrentaschenuhr, für die ein Wert von 35 Mark ausgewiesen wurde.

Auch „Zur Sonne“ musste Anfang des vorigen Jahrhunderts einige Betreiberwechsel verkraften. Einer davon ist insofern interessant, als sich Mitte Dezember 1910 als Mitinhaber ein A. Delorme verkünden ließ.

Blick auf den früheren Gasthof „Zur Sonne“ in den 80er Jahren

Zur Schlachthofbörse
Fürst Bismarck
Bookmark the permalink.