Zur Schlachthofbörse

Gasthof „Zur Schlachthofbörse“? Nur wenige Burger dürften den Namen kennen.

Am 31. Juli 1904 gab Fleischermeister Wilhelm Gerich sen. in den Neusten Nachrichten bekannt, dass er in der Blumenthaler Straße 36 a das Gasthaus zur Schlachthofbörse eröffnen wird. Neben der „Anlage des Viehhofes“, wie er hinzufügte. Augenscheinlich blieb Fleischermeister Gerich seiner eigentlichen Tätigkeit als Viehhändler mehr treu, als der neu entdeckten Berufung zum Wirt.

Aus einer Anzeige vom 21. Mai 1904 ist zu entnehmen, dass er Stallungen in nächster Nähe des städtischen Schlachthauses errichtet hat und seine Geschäftspartner von Montag bis Donnerstag schlachtreifes Vieh erstehen könnte. Ganz groß kündigte Stadtkoch Otto Loewe zum Jahresende 1909 an, dass er höchst selbst aus der Schlachthofbörse „Dinners, Soupers, sowie einzelne Schüsseln“ liefern könnte. Seine unternehmerische Tatkraft kann nicht weit her gewesen sein. Keine zehn Monat später gab sich ein Richard Didschun als neuer Betreiber der Schlachthofbörse erkennbar. Er schien der Gastwirtschaft nicht allein Erfolg einräumen. Vorsichtshalber brachte er den Ihlestädtern sein eigentliches Gewerbe in Erinnerung, die Reparaturwerkstatt für Fahrräder, die „stets ein großes Lager von Fahrrädern und Zubehörteilen aufzuweisen“ hat.

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