Zur Eisenbahn

Der Gasthof zur Eisenbahn war in der Bahnhofstraße 15 zu finden, was als Adresse nicht verwunderte. Bevor er so hieß, firmierte er noch unter diesem Namen: Restaurations-Betrieb, den Hermann Ohlendorf im Mai 1871 eröffnete – vis-a-vis der Gasanstalt, wie er in der Burg’schen Zeitung zur Orientierung bekannt gab. Als Lockmittel hielt zur Eröffnung echtes bayrisches Bier her.

Anfang 1890 gab es einen Wechsel. Wilhelm Mebes „bittet um geneigten Zuspruch“. Ab dem Zeitpunkt trug die ehemalige Ohlendorf-Restauration den Namen „Gasthof zur Eisenbahn“.

Was den Gasthof bei den Burgern von Anbeginn auszeichnete, war sein „schöner Garten mit Veranda“, wie es in den Inseraten hieß.

Die Bahnhofstraße 15 ist als Anlaufpunkt für Durstige und Hungrige seit Jahrzehnten nicht mehr erkennbar. Das Gebäude, dann nur ein reines Wohnhaus, wurde in den neunziger Jahren abrissen, stand links neben dem Eingang zum Gelände des Burger Maschinenbaus und machte Platz für den Neubau eines Sonnenstudios.

Tageblatt vom 13. September 1907
Ein total B e t r u n k e n e r fiel heute Vormittag auf dem Fahrdamm der Bahnhofstraße hin, wo er eine Zeit lang wie tot liegen blieb, sodass die Fuhrwerke um ihn herumfahren mussten. Zwei Männer schleiften ihn dann in die Ausschachtung zum Neubau am Einfahrtswege zum Löfschen Grundstück, wo er seinen Rausch ausschlief. Der Mann ist ein notorischer Trinker und steht auf der „Liste“; trotzdem hatte man ihm alkoholische Getränke in großer Menge verabfolgt.

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