Deutsche Eiche

Das Hotel „Deutsche Eiche“ war einst am heutigen Gummersbacher Platz zu finden. Das Gebäude steht schon lange leer und beherbergte über Jahrzehnte der DDR zu einem Teil die Kreislandwirtschaftsschule zur Aus- und Weiterbildung von LPG-Bauern. Nach der Wende diente es kurz als Weiterbildungszntrum zur Umschulung von Arbeitslosen.

Ende Oktober 1892 eröffnete Wilhelm Weber in seinem neu errichteten Haus den Gasthof „Deutsche Eiche“. Damit konnte Blatt 2 der gastronomischen Nutzung des Grundstückes gefüllt werden, denn zuvor betrieb der Schankwirt Patè eine Restauration. 1894 übernahm W. Winzer das Haus. Nur wenige Monate später, ab Februar 1895 hieß der neue Wirt Bernhard Germer, der den Gasthof in ein Hotel umwandelte. Er blieb den Hotel über Jahrzehnte treu.

Aus dem Burger Tageblatt vom 17. und 20. Juni 1920 ist zu entnehmen, dass er nach 26 Jahren sein Gewerbe aufgibt. Er verkaufte das Hotel an die Finanzbehörde, aber Vater Germer hielt das Stillsitzen nicht lange aus. Er machte aus seinem benachbarten Wohnhaus ein Hotel und wurde wieder aktiver Gastwirt und Hotelier. So konnte er am 1. Mai 1941 sein fünfzigjähriges Jubiläum als Gastwirt feiern.

Nach dem Krieg ging das Hotel unter dem „Eichen-Namen“ in den Besitz der Konsumgenossenschaft Burg-Stadt über. Im August 1957 gab es eine Neueröffnung.

Lachmund
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